jetzt ist es amtlich - ab 2009 wird es nur noch einen Ausrüster im MotGP geben. Wer das sein wird steht noch nicht fest. Sowohl Bridgestone als auch Michelin wären lieber auch nächtes Jahr gegeneinander angetreten, doch die Dorna sowie einige andere Fahrer bevorzugen die Einheitsregelung.
Dieses WE hat sich Valentino Rossi in Japan vorzeitig dem WM Tisel zum te mal sichern können. Er hatte schon zum Saisonbeginn von Michelin auf Bridgestone gewechselt.
01.09.2008 - Motorradreifen Kampf im MotoGP !!
Es waren einige Diskusionen vorausgegangen nachdem der Unterschied zwischen Bridgestone und Michelin immer deutlicher wurde. Rossi hatte die richtige Entscheidung schon vor Beginn der neuen Saison getroffen und hat zu Bridgestone gewechselt. Brandaktuell kam heute die Meldung dass Dani Pedrosa auf Repsol Honda im gleich tut und mit sofortiger Wirkung zu Bridgestone wechselt. Pedrosa selbst soll Michelin und Honda dafür gedankt haben, dass eine Einigung erzielt werden konnte und man seinem Wunsch entsprochen habe. „Mir ist bewusst, dass ich einige sehr negative Kommentare über die Reifen von Michelin gemacht habe, obwohl mir Michelin so einen tollen Start in die Saison ermöglicht hat“, so Pedrosa gegenüber Journalisten. Trotz alle dem möchte er zu Bridgestone wechseln. Dani Pedrosa testet derzeit in Misano seine neuen Reifen und fuhr promt Bestzeit mit seinen neuen Reifen. Man kann gespannt sein, wie sich der Dreikampf an der Spitze Rossi/Stoner/Pedrosa entwickeln wird.
Mit den zur Zeit ausgerüsteten Teams ist die Kapazität Bridgestones fast erreicht und Hiroshi Yamada, Motorsportmanager für den Motorradbereich bei Bridgestone hält auch nichts von der heiß debatierten Einheitsreifen Regelung und möchte das alles so bleibt wie es ist.
Nachdem das Thema bereits in den zurückliegenden Jahren immer wieder für Diskussionsstoff gesorgt hat, will Dorna Sports, die alle kommerziellen und TV-Rechte an der MotoGP-Serie hält, im Rahmen des Laufes im japanischen Motegi (28. September) der Grand Prix Commission offenbar den Vorschlag unterbreiten, ab 2009 Einheitsreifen in der Königsklasse des zweirädrigen Motorradsports einzusetzen.
Auch Valentino Rossi hat sich zu dem Thema zu Wort gemeldet. Seiner Meinung nach sollte im diesem Falle nur einer der beiden bestehenden Ausrüster der Serie als Alleinlieferant zum Zuge kommen. So gibt jedenfalls der Motorradsportinformationsdienst Visordown die Ansichten Rossis wieder. „Es wäre ein zu großes Risiko für einen anderen Reifenhersteller ohne genügend Erfahrung. Selbst für Dunlop wäre es zu risikoreich, einen Reifen zu entwickeln, der gut genug ist“, soll der Italiener gesagt haben.
KoMa
Stefan Bradl ist nach einer furiosen Aufholjagd zum ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere gerast. Drei Jahre nach seiner Premiere bei der Motorrad-Weltmeisterschaft siegte der Zahlinger in der 125-ccm-Klasse im tschechischen Brünn und sorgte damit für den ersten deutschen Sieg seit 2003. Bradl fährt auf Motorradreifen der Marke Dunlop. Es ist der erste deutsche Sieg in der Motorrad-WM seit fünf Jahren, damals triumphierte Steve Jenkner beim Regenrennen von Assen. Der fünfmalige Champion Valentino Rossi aus Italien machte mit seinem Sieg in der MotoGP-Klasse im Übrigen einen wichtigen Schritt in Richtung sechste Weltmeisterschaft. Der Yamaha-Fahrer verwies den Spanier Toni Elias ( Ducati ) und Loris Capirossi ( Suzuki ) aus Italien auf die Plätze – wie er und alle anderen Fahrer bis Rang 8 auf Reifen der Marke Bridgestone. Offensichtlich waren Schwierigkeiten von Reifenhersteller Michelin in der Königsklasse des Motorradsports, die sich schon im Training gezeigt hatten und im Rennen schließlich fortsetzten. Die Michelin-Teams sind von der Performance ihrer Motorradreifen derzeit enttäuscht. Rossi hat am Rande des Rennens in Brünn erneut für die Einführung eines Einheitsreifens plädiert.
Reifenpresse
Das wird mit Sicherheit spannend bei Yamaha in der neuen Moto GP Saison 2008. Valentino Rossi ein alter Hase ist auf eingenen Wunsch in der neuen Saison zu Bridgestone gewechselt und muss sich jetzt gen seinen neuen Teamkolegen - Jorge Lorenzo der Newcomer in der 500 Klasse dessen Motorrad mit Michelin bereift ist beweisen. Nach den ersten Tests zeigen sich beide zufrieden mit Ihrer Motorrad/Reifen Kombination. " Aber gleich von Beginn war ich mit unserer Entscheidung zufrieden, und ich freue mich darauf, weiter mit Bridgestone zu arbeiten und mehr über ihre Reifen zu lernen“, so der Italiener Valentina Rossi in einem Interview gegenüber der Adrivo Sportpresse. " Schon beim ersten Test war mir klar, dass ich mich voll auf die Reifen verlassen kann, mehr als in der 250er-WM. Ich bin mir sicher, dass Michelin wieder nach vorne kommen wird, denn sie haben sich über den Winter sehr angestrengt, und ich bin zuversichtlich, dass es dieses Jahr zwischen Michelin und Bridgestone keinen Unterschied mehr geben wird“, gibt sich der Spanier Jorge Lorenzo in einem Interview mit Motorsport-Total überzeugt.
Am 09/03 geht es los - in Qatar bei dem ersten Nachrennen.
Mehr Infos auf www.motogp.com
Was seit längerem nur so halbherzig geleugnet wurde, ist nun auch offiziell. Nach dem letzten Moto GP Rennen in Valencia wurde bestätigt dass Rossi auf eigenen Wunsch hin die nächste Saison auf Bridgestone fahren wird. Rossis neuer Team Kolege Jorge Lorenzo ( Weltmeister der 250Klasse ) soll jedoch auf Michelin fahren.
Michelin ist zuversichtlich mit den noch verbleibenden Fahrer wie Nicky Hayden und Pedrosa und Colin Edwards, genügend erfahrene Fahrer für die weitere Entwicklungsarbeit zu haben. Zudem weden noch einige junden Fahrer hinzukommen.
Das Reifen Reglemant wurde für den neue Moto GP Saison auch geändet, was Dunlop zum Verhängniss wird. Ab 1. Januar 2008 dürfen nur noch Reifenhersteller teilnehmen, die seit 2005 mindestens zwei Rennen gewonnen haben. Damit läuft alles auf zwei Ausrüster hinaus und die werden Bridgestone und Michelin heißen, das bisherige Dunlop-Team Tech-3-Yamaha muss sich jedenfalls einen neuen Partner suchen. Weiterhin dürfen nach der neuen Regelung anstelle von bisher 14 beziehungsweise 17 Reifen pro Wochenende, die jeweils schon am Donnerstag bekannt gegeben werden mussten, die Fahrer ab 2008 18 Vorder- und 22 Hinterreifen verwenden. Und auch die Testbestimmungen wurden angepasst: Auf neuen Strecken organisiert wird mindestens vier Wochen vor dem ersten Rennen ein zweitägiger Test für alle Hersteller und Reifenlieferanten durchgeführt, an dem aber keine aktuellen Rennfahrer teilnehmen dürfen. Darüber hinaus dürfen Bridgestone und Michelin je eine Strecke für einen viertägigen Test nominieren, der nach dem dortigen Grand Prix stattfinden kann - ebenfalls ohne aktuelle Rennfahrer.
"Das ist für uns ein großer Schock", so Michelin-Sportchef Jean-Philippe Weber gegenüber 'Motor Cycle News'. "Wir waren sogar noch schockierter, weil wir gerade einen neuen Reifenvorschlag für nächstes Jahr gemacht haben. Wir sind davon ausgegangen, dass für 2008 noch für jeden Reifenhersteller alles offen ist. Plötzlich soll die Einheitsreifenregel schon 2008 betreffen. Wir sind darüber sehr überrascht.
Weber wünscht sich einen offenen Wettkampf "Es ist sehr enttäuschend, weil alle Reifenhersteller zugestimmt haben, einen offenen Wettbewerb zu haben. Wir wissen, dass die Situation sehr schwierig ist, und wir hoffen, dass jedermann schlau genug ist, die richtige Entscheidung zu treffen, um den Wettbewerb für nächstes Jahr zu erhalten", macht der Franzose klar, dass man die Flinte noch nicht ins Korn wirft.
"Die MotoGP ist auf Prototypen unterwegs, hat Topfahrer und Topreifen und wir sind wirklich erstaunt, dass das so überraschend kommt. Es sieht so aus, als hätte jeder einen guten Kampf, und plötzlich will das jemand dringend ändern", so Weber, der nicht an Rückzug denkt, sondern kämpfen und Michelin wieder zurück an die Spitze führen will.
Für Honda und Yamaha könnte sich ein so erzwungener Wechsel durchaus lohnen, denn Michelin würde sehr wahrscheinlich noch etwas Zeit und Aufbauarbeit investieren müssen, um an die Spitze zurückzukehren. Das würde möglicherweise ein weiteres Jahr im Schatten von Ducati und Bridgestone bedeuten. Mit einem Reifenmonopol dürfte man sich der Spitze schneller nähern und hätte ohne großen Aufwand einen ihrer großen Vorteile abgezwackt. Doch solchen Überlegungen seitens Honda und Yamaha greift Weber warnend vor.
Weber bestätigte, dass es zu früh sei, um zu wissen, ob Michelin bei einer Ausschreibung mitbieten würde, sollte eine Entscheidung pro Einheitsreifen in Malaysia fallen.
Nach dem Motegi-Grand-Prix begaben sich die Michelin-Fahrer Nicky Hayden, Dani Pedrosa und vor allem Valentino Rossi mit Aussagen an die Öffentlichkeit, die – berichtet F1Total – großen Unmut beim Reifenhersteller ausgelöst haben. Vor allem Rossi plädierte bereits vor dem Meeting in Japan für den Umstieg von Michelin auf Bridgestone Motorradreifen. „Es gefällt uns natürlich nicht, dass wir so attackiert werden", wird Michelin-Rennchef Jean-Philippe Weber zitiert, der allerdings nicht die Fahrer, sondern den Motorradrennstall direkt anspricht: „Wir finden das einfach nicht professionell von Yamaha."